| Unterschiede erkennen und achten, aber Urteile vermeiden. Lassen Sie uns nicht von Begriffen wie esoterisches Leben oder spirituelles Leben sprechen, die alles bedeuten können und daher nichts meinen. Vor allem darf es nicht darum gehen, sich rein auf das Geistige zu konzentrieren. Die Ausgewogenheit ist das beste Indiz dafür, sich auf den richtigen Pfaden zu bewegen. Einseitigkeit ist zwar als Extrem erfahrenswert, aber als Lebensprinzip in jeglicher Ausrichtung falsch. Tatsächlich leben wir unsere Normalität heute recht einseitig aus, ohne einen nennenswerten Anteil bewusster geistiger Werte. Um deren Integration in unsere Wirklichkeit geht es hier. Das Universum ist von einer Einheit, einer Gleichbedeutung aller Lebewesen, die sich darin befinden, gekennzeichnet. Was der Erhaltung der Einheit dient, begünstigt ein besseres Leben. Ein wichtiger Punkt, der vor allem im unmittelbaren Miteinander eine starke Bedeutung hat, ist unsere Bewertung unserer Mitlebenden. Die Schöpfung gibt uns eine unendliche Vielfalt unterschiedlicher Potentiale und Wahrnehmungsmöglichkeiten der einen Realität. Das erzeugt Individuen, die alle gemeinsam durch Ihre jeweilige Ausprägung das Gesamte bilden. Wir alle leben innerhalb des einen Geistes, und die Wirklichkeit – Gott – ist in uns allen. Als Teilstücke der Einheit unterscheiden wir uns voneinander. Wenn wir die Einheit würdigen, beziehen wir uns dabei sowohl auf die Gesamtheit als auch auf die Differenzierung der Bestandteile. Das schließt das Verurteilen aus. Zum Bessererleben können Sie aufhören, Urteile zu bilden. Jedes Urteil, das Sie über einen anderen fällen, ist wie ein weiterer Strich auf der Tafel der Getrenntheit. Durch die Verurteilung eines Menschen fördern Sie Ihre eigene Entfremdung. Und Sie erhalten aufgrund der Kraft der Anziehung Aufgaben zurück, die Ihnen Ihre Entfernung von der Einheit vor Augen führen. Kurzum: Urteile über andere – und übrigens auch über sich selbst – führen zu Problemen, die Sie nicht haben wollen. Durch Urteile machen Sie sich für weitere Lernaufgaben verdient. Bereits im Wort Ur-Teil findet sich der beste Hinweis auf den zu erwartenden Lohn. Das Wort bezieht sich auf die Erbsünde, die Ur-Teilung der Menschheit aus dem Zustand der Einheit in die Getrenntheit außerhalb des Paradieses. Jegliche Fortführung dieser Teilung durch Bewertung trennt Sie von Ihrem Schöpfer und vom Universum, das
in der Regel dann so reagiert, Ihnen die Trennung - wie damals schon - umgehend schmerzhaft
vor Augen zu führen. Durch die Wahrnehmung und das wertungsfreie Respektieren von Unterschieden stärken Sie die Einheit. Der Schöpfer kennt keine Getrenntheit, das Universum kennt keine Getrenntheit. Küren Sie seine unendliche Vielfalt, in dem Sie das Wunder begreifen, einen so großen Reichtum an komplexen Arten und verschiedenen Ausprägungen zu erschaffen. Staunen Sie über die Genialität, mit der der Lebensbaukasten des Universums ausgestattet ist. Bedauern Sie Ihre Mitlebenden für alle Probleme, die Sie selbst nicht durchleiden müssen. Freuen Sie sich über die Erfolge der anderen. Dadurch stärken Sie sich selbst und Ihre wichtige Bedeutung als Individuum innerhalb einer Einheit. | ![]() |
Die Akzeptanz der verschiedenen Realitäten kann man lernen. |
